Was machen wir mit dem verbotenen Apfel?

Adam und Eva sind bei ihrer Entscheidung, den Apel zu essen mindestens zwei Entscheidungsfallen auf dem Leim gegangen. Die erste war die optimistische Verzerrung. Wenn uns eine Idee, wie etwa "Sein wie Gott" sympathisch ist, neigen wir dazu die Risiken deren Umsetzung zu unterschätzen. Die andere ist Gültigkeitsillusion. Die Schlange wusste offenbar, das Menschen Informationen umso eher glauben, je ausführlicher sie beschrieben sind. Die Quelle, aus der die Information stammt, wird dadurch auch unwichtig. Mehr über Heuristiken erfährt der interessierte Leser hier->

 

Hätten Adam und Eva das Advisory Board gehabt, wäre ihnen sicherlich klar geworden, dass "Unabhängigkeit" nicht das einzige Kriterium gewesen wäre, was ihnen wichtig ist. Wenn sie sich ihrer Ziele bewusst gewesen wären, hätten sie möglicherweise auch über weitere Optionen nachgedacht. Hätten sie dann auch noch die Optionen bewertet, wären sie sehr wahrscheinlich zu dem Ergebnis gekommen, dass es eine bessere Entscheidung gewesen wäre, erst mal mit Gott zu sprechen.

   Anschließend hätten sie den Apfel immer noch essen können.

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