Peter Jungblut's Lebenslauf

Ich bin die Summe meiner Erfahrungen. Hier kann der interessierte Leser mehr über die wichtigsten Stationen meines Lebenslaufes erfahren.

Meine Karriere im Business begann 1983 als Pharmareferent bei Schwarz Pharma (heute UCB). Diese Erfahrungen waren die Basis für meine späteren Tätigkeiten als Verkaufstrainer und Berater für die Entwicklung von Vertriebskonzepten. In diesem Kontext ist u. a. ein "Knigge" für Außendienstmitarbeiter entstanden. Meine erstes Konzept für einen  Hybridaußendienst habe ich im Jahr 2010 im Rahmen für Beiersdorf entwickelt. Im Jahr 2013 habe ich das Buch "Die Revolution des Verkaufens" herausgebracht. Es war das erste Buch über die Anwendung von Tablets im Verkaufsgespräch.

1988 habe ich eine Moderatorenausbildung bei der Firma Metaplan in Quickborn gemacht. Kurz danach war ich für das Training der Moderatoren bei Schwarz Pharma zuständig. In meiner Zeit bei Schwarz Pharma habe ich hunderte von Fortbildungsveranstaltungen moderiert. Später als Freiberufler lagen meine Schwerpunkte auf der Moderation von Advisory Boards und Konzeptionsmeetings. Ich habe ein Handbuch für Moderatoren geschrieben und zahlreiche Moderationstrainings durchgeführt.

Die Zeit im Marketing bei Schwarz Pharma war die Grundlage für meine spätere Tätigkeit als Marketing-Consultant.

Nach 10 Jahren bei Schwarz Pharma habe ich mein erstes Unternehmen gegründet. Die FloraFarm GmbH ist ein Pharmaunternehmen der etwas anderen Art und eine Art Vorzeigeobjekt für kreatives Unternehmertum in Niedersachsen. Es hat im vergangenen Jahr sein 25jähriges Jubiläum gefeiert. Im gleichen Jahr habe ich Juwi Konzept als Marketing- und Werbeagentur gegründet. In diesem Unternehmen habe ich all das angeboten, was ich in meiner Zeit bei Schwarz Pharma gelernt habe. Im Jahr 2000 hatte Juwi Konzept immerhin 20 Mitarbeiter*innen auf einem Bauernhof mitten in der Lüneburger Heide.

1995 habe ich meine erste Zeitung gegründet. Sie heißt StippVisite, und es gibt sie heute, im Jahr 2019, immer noch. Die StippVisite war eine Klinikzeitung für Patienten, die ich für 12 Kliniken herausgegeben habe. Bis zum Jahr 2013 war ich Herausgeber und Chefredakteur. Es folgten zahlreiche weitere Zeitungen, Publikationen und auch einige Bücher.

Im Jahr 2000 habe ich Juwi Konzept mit dem kleinen Softwareunternehmen Q-Systems zur Juwi MacMillan Group fusioniert. Die Juwi MacMillan Group war eine der ersten Agenturen, die Marketing und Software konsequent miteinander verzahnt hat. In der Zeit zwischen 2000 und 2013 entstanden zahlreiche Innovationen, die noch heute bei unseren Kunden im Einsatz sind. Dazu gehört eines der ersten Contentmanagementsysteme und die Tabletsoftwarre Cue. Nach wenigen Jahren gehörten wir mit 150 Heads zu den Top-five der Inhaber geführten Agenturen Deutschlands. Ende 2013 musste ich Insolvenz anmelden. Meine Fehlentscheidungen, die dazu führten habe ich in dem Buch "Dumm gelaufen. Scheiterhaufen." dokumentiert.

In meiner Zeit als Handelsrichter habe ich eine erste Idee davon bekommen, wie man rational entscheidet. Diese Phase war eine wichtige Grundlage meine aktuelle Tätigkeit als Heuristikexperte und Entscheidungsberater.

Der Insolvenz der Juwi MacMillan Group folgten die Privatinsolvenz, das Ende meiner Tätigkeit als Handelsrichters, das Ende meiner Ehe und der Umzug nach Berlin. Es waren 3 Jahre des Umbruchs. Diese Phase ist ebenfalls Teil des Buches "Dumm gelaufen. Scheiterhaufen." Er zeigt, wie ich nach meinem Unternehmen auch mein Leben gegen die Wand gefahren habe. Nach mehreren Suizidversuchen habe ich mich in der Klinik für Psychiatrie Schloss Werneck neu erfunden.

Was ich aus all dem gelernt habe: es sind unsere Entscheidungen, die unseren Weg bestimmen. Es sind selten die Rahmenbedingungen. Umso erstaunlicher ist es, dass wir zwar zum Taschenrechner greifen, wenn wir ein paar Zahlen addieren, unsere Entscheidungen aber immer noch genauso primitiv treffen, wie unsere Urahnen. Inzwischen ist die Welt viel komplexer geworden, wir treffen ungleich mehr Entscheidungen, als die Evolution vorgesehen hat und wir haben erheblich mehr Optionen zu durchdenken. Es war meine Unfähigkeit, gute Entscheidungen zu treffen, die die Juwi MacMillan Group gegen die Wand gefahren hat und es war die gleiche Unfähigkeit, die mir beinahe das Leben gekostet hätte. Dieses Wissen gebe ich nun an alle weiter, die dafür offen sind.