Zu jedem Buch ist ergänzend ein Kartensatz erhältlich. Auf jeder Karte wird eine der im Buch beleuchteten Denkfallen in Kurzform vorgestellt.

Entscheidungsfallen für Manager

„Entscheidungsfallen für Manager“ ist ein Buch über die Entscheidungsfallen, die zur Insolvenz meines Unternehmens geführt haben. Mein Unternehmen war die Juwi MacMillan Group. Auf dem Höhepunkt unseres Erfolges gehörten wir mit 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den Top5 der inhabergeführten Werbeagenturen in Deutschland. Der Insolvenz folgten das Ende meiner Ehe, die Privatinsolvenz und eine schwere Depression mit mehreren Suizidversuchen. Mein Neustart begann mit der Auseinandersetzung mit meinen falschen Entscheidungen und deren Dokumentation in diesem Buch.

 

Das Buch hilft Unternehmern und Managern ihre eigenen Entscheidungfallen leichter zu erkennen. Es hilft auch im Falle einer Depression oder eines Burnout, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Denkfallen im Alltag

Kennen Sie das? Jemand aus Ihrem Umfeld trifft eine Entscheidung, die Sie überhaupt nicht nachvollziehen können. Sie versuchen, Ihn davon zu überzeugen, dass seine Entscheidung falsch ist. Aber Sie spüren, dass Ihre guten Argumente nicht ankommen.

Ich jedenfalls kenne beide Positionen. Ich habe mich unglücklich entschieden, während ich gleichzeitig versucht habe, Freunde oder Bekannte von ihren offensichtlich „falschen“ Entscheidungen abzubringen. Erst nachdem ich mein Leben gegen die Wand gefahren habe, habe ich angefangen, mich ernsthaft mit dem Thema „Entscheidung“ auseinander zusetzen und die Frage nach dem WARUM gestellt. Ich habe sie Psychologen und Philosophen gestellt, Theologen und Hirnforschern.

Die besten Antworten habe ich von sogenannten Verhaltensökonomen erhalten. Sie erforschen experimentell, warum Menschen irrationale Entscheidungen treffen. Die Kernaussage der wissenschaftlichen Verhaltensökonomik ist: rationale Argumente helfen dann nicht, wenn Menschen ihre Entscheidungen auf der Basis von verzerrten Wahrnehmungen treffen. Sie sehen die Dinge anders, als ein Beobachter der Entscheidung, der einen klareren Blick auf die Situation hat und oft nur den Kopf schütteln kann.

Mit diesem Wissen habe ich eine Vielzahl von Menschen interviewt. Ich wollte herausfinden, ob die Theorie auf den Alltag übertragbar ist und ob uns die Erkenntnisse der Verhaltensökonomik helfen können, bessere Entscheidungen zu treffen. So ist dieses Buch entstanden. Es zeigt anhand von 18 konkreten Beispielen, wie sich Menschen unglücklich entschieden haben und wie sie das (vielleicht) hätten verhindern können.

Denkfallen für Ärzte und Patienten

Ich bewege mich seit mehr als 30 Jahren in der Gesundheitsbranche. Als Außendienstmitarbeiter eines Pharmaunternehmens, im Produktmanagement, im Marketing, später als Leiter einer Werbeagentur. Einer meiner Schwerpunkte war die Entwicklung von Kommunikationskonzepten für Patienten. Im Jahr 2015, nach der Insolvenz meines damaligen Unternehmens, der Juwi MacMillan Group, war ich selbst Patient. Ich war vier Monate lang mit einer schweren Depression in einer psychiatrischen Klinik.

Hier hatte ich die Gelegenheit, „wirklich“ zu erfahren, wie Patienten über Arzneimittel denken. Ein Großteil meiner Mitpatienten sahen Arzneimittel nicht als Mittel zum Zweck der Wiederherstellung ihrer Gesundheit, sondern als „Teufelszeug“. Ärzte wurden nicht selten als „Handlanger der Pharmaindustrie“ bezeichnet, deren einiger Zweck die Vermehrung des Umsatzes von Pharmaunternehmen ist.

Nach meiner Rückkehr ins Leben wollte ich wissen, ob meine Beobachtungen ein spezifisches Problem der Psychiatrie ist. Schließlich hat sie ein schweres Erbe zu tragen. Deshalb habe ich Patienten aller Couleur interviewt. Dabei musste ich feststellen, dass Hypertoniker, Diabetiker, Herzpatienten, also vor allem Patienten mit chronischen Erkrankungen, ähnlich denken. Nicht so extrem, wie ich es in der Psychiatrie erlebt habe, aber ähnlich.

Es ist kein Geheimnis, dass Patienten in vielen Fällen das, was sie mit ihren Ärzten abgesprochen haben, nicht umsetzen. Und es gibt eine Vielzahl von Ansätzen, wie das geändert werden kann. Mein Ansatz ist die Beleuchtung von Denkfallen, denen Ärzte und Patienten im Rahmen ihrer Kooperation auf den Leim gehen. In diesem Buch beleuchte ich 12 meiner Interviews und zeige, welche Denkfallen den gescheiterten Therapien zugrunde lagen und wie man sie vermeiden kann.