Zu jedem Buch ist ergänzend ein Kartensatz erhältlich. Auf jeder Karte wird eine der im Buch beleuchteten Denkfallen in Kurzform vorgestellt.

Kennen Sie das? Jemand aus Ihrem Umfeld trifft eine Entscheidung, die Sie überhaupt nicht nachvollziehen können. Sie versuchen, Ihn davon zu überzeugen, dass seine Entscheidung falsch ist. Aber Sie spüren, dass Ihre guten Argumente nicht ankommen.

Ich jedenfalls kenne beide Positionen. Ich habe mich unglücklich entschieden, während ich gleichzeitig versucht habe, Freunde oder Bekannte von ihren offensichtlich „falschen“ Entscheidungen abzubringen. Erst nachdem ich mein Leben gegen die Wand gefahren habe, habe ich angefangen, mich ernsthaft mit dem Thema „Entscheidung“ auseinander zusetzen und die Frage nach dem WARUM gestellt. Ich habe sie Psychologen und Philosophen gestellt, Theologen und Hirnforschern.

Die besten Antworten habe ich von sogenannten Verhaltensökonomen erhalten. Sie erforschen experimentell, warum Menschen irrationale Entscheidungen treffen. Die Kernaussage der wissenschaftlichen Verhaltensökonomik ist: rationale Argumente helfen dann nicht, wenn Menschen ihre Entscheidungen auf der Basis von verzerrten Wahrnehmungen treffen. Sie sehen die Dinge anders, als ein Beobachter der Entscheidung, der einen klareren Blick auf die Situation hat und oft nur den Kopf schütteln kann.

Mit diesem Wissen habe ich eine Vielzahl von Menschen interviewt. Ich wollte herausfinden, ob die Theorie auf den Alltag übertragbar ist und ob uns die Erkenntnisse der Verhaltensökonomik helfen können, bessere Entscheidungen zu treffen. So ist dieses Buch entstanden. Es zeigt anhand von 18 konkreten Beispielen, wie sich Menschen unglücklich entschieden haben und wie sie das (vielleicht) hätten verhindern können.

Denkfallen im Alltag

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Denkfallen für Ärzte und Patienten

Ich bewege mich seit mehr als 30 Jahren in der Gesundheitsbranche. Als Außendienstmitarbeiter eines Pharmaunternehmens, im Produktmanagement, im Marketing, später als Leiter einer Werbeagentur. Einer meiner Schwerpunkte war die Entwicklung von Kommunikationskonzepten für Patienten. Im Jahr 2015, nach der Insolvenz meines damaligen Unternehmens, der Juwi MacMillan Group, war ich selbst Patient. Ich war vier Monate lang mit einer schweren Depression in einer psychiatrischen Klinik.

Hier hatte ich die Gelegenheit, „wirklich“ zu erfahren, wie Patienten über Arzneimittel denken. Ein Großteil meiner Mitpatienten sahen Arzneimittel nicht als Mittel zum Zweck der Wiederherstellung ihrer Gesundheit, sondern als „Teufelszeug“. Ärzte wurden nicht selten als „Handlanger der Pharmaindustrie“ bezeichnet, deren einiger Zweck die Vermehrung des Umsatzes von Pharmaunternehmen ist.

Nach meiner Rückkehr ins Leben wollte ich wissen, ob meine Beobachtungen ein spezifisches Problem der Psychiatrie ist. Schließlich hat sie ein schweres Erbe zu tragen. Deshalb habe ich Patienten aller Couleur interviewt. Dabei musste ich feststellen, dass Hypertoniker, Diabetiker, Herzpatienten, also vor allem Patienten mit chronischen Erkrankungen, ähnlich denken. Nicht so extrem, wie ich es in der Psychiatrie erlebt habe, aber ähnlich.

Es ist kein Geheimnis, dass Patienten in vielen Fällen das, was sie mit ihren Ärzten abgesprochen haben, nicht umsetzen. Und es gibt eine Vielzahl von Ansätzen, wie das geändert werden kann. Mein Ansatz ist die Beleuchtung von Denkfallen, denen Ärzte und Patienten im Rahmen ihrer Kooperation auf den Leim gehen. In diesem Buch beleuchte ich 12 meiner Interviews und zeige, welche Denkfallen den gescheiterten Therapien zugrunde lagen und wie man sie vermeiden kann.


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Entscheidungsfallen für Manager (ab 1. Oktober verfügbar)

"Entscheidungfallen für Manger." ist ein Buch über das Scheitern. Kein abstraktes, sondern es ist meine Geschichte als Unternehmer und Mensch. Es zeigt was es heißt, ganz unten anzukommen. Ganz unten ist dort, wo man keine Freunde mehr hat, wo man spürt, wie andere die Nase über einen rümpfen. Wer scheitert landet auf dem Scheiterhaufen. Auf den Scheiterhaufen unserer Zeit wird man nicht mehr verbrannt, aber man IST verbrannt.

 

"Dumm gelaufen. Scheiterhaufen" ist aber nicht nur ein Buch über falsche Entscheidungen und deren Konsequenzen, sondern es ist auch ein Buch über Depression. Nachdem ich zunächst mein Unternehmen gegen die Wand gefahren habe, habe ich gleiches mit meinem Leben getan. Viel zu lange habe ich meine Depression ignoriert. Nachdem sie nicht mehr zu ignorieren war, habe ich micht versteckt und versucht, mich selbst von den Dämonen zu befreien. Die Folge waren mehrere Suizidversuche und der Verlust meiner letzten Rückzugsorte.

 

Die Entscheidung, mich in eine pschiatrische Klinik zu begeben, traf ich viel zu spät und in einem Moment, wo es keine Alternative mehr gab. Wenn einem das Leben so weh tut, das man es nicht mehr ertragen kann, es aber nicht gelingt, es zu beenden, dann ist man wirklich ganz unten. Auch wenn es im eigentlichen Sinn keine Entscheidung war, so war doch der Weg in die Klinik für Psychiatrie Schloss Werneck (offiziell heißt die Klinik etwas anders, aber das ist mir zu kompliziert), die beste Entscheidung meines Lebens. Hier habe ich mich neu erfunden und hier konnte ich (wieder) der Mensch werden, der ich eigentlich immer war. 

 

Denkfallen für Möchtegerns (ab 1. November verfügbar)

Ich berate Menschen. Ich berate vor allem Menschen, die wichtige Entscheidungen zu treffen haben. Der Schwerpunkt meiner Beratung liegt darin, den Entscheidern dabei zu helfen, Denkfallen zu vermeiden. Ich bin Entscheidungsberater. Als solcher habe ich die unangenehme Aufgabe, meinen Kunden die „Wahrheit“ zu sagen. Das war früher die Aufgabe der Hofnarren. Der Hofnarr war der einzige, der dem Herrscher sagen durfte, was er wirklich dachte, ohne dass er befürchten musste, im Kerker oder (was meist besser war) auf dem Schafott zu landen.

Einen wirklichen Hofnarren (auch unter meinen Kollegen gab es Scharlatane, die dem Mächtigen nach dem Munde redeten) leisteten sich nur kluge Herrscher und solche, die die Kraft hatten, die Wahrheit zu ertragen. Die Macht ist längst von den Schlössern und Burgen in die Glaspaläste übergesiedelt. Die Hybris blieb. Und so brauchen wir heute, dringender denn je, Hofnarren, die den Reichen und Schönen ihre Spiegel vor die Nase halten. Das ist mein Job.

Der Anlass für dieses Buch ist die jüngst publik gewordene Forderung des Urenkels unseres letzten Kaisers, nach Rückgabe von enteigneten Kunstwerken und dem Nutzungsrecht verschiedener Schlösser seiner Vorfahren. In meinem Buch geht es um Denkfallen. Als Hofnarr frage ich immer wieder, was sieht der andere, was ich nicht sehe, wenn er eine merkwürdige Entscheidung treffen will (z. B. die Rückgabe von zurecht enteigneten Eigentums), und ich frage mich, was sehe ich, was er nicht sieht? Sieht z.  B. der Prinz nicht, unter welchen Umständen seine Vorfahren die Kunstwerke erworben haben, die er heute zurückfordert? Sieht er nicht, welches Unheil gerades sein Urgroßvater mit zu verantworten hat? Wo eher Demut angebracht wäre, herrscht Hybris. Die Verhaltensökonomen nennen diese Denkfalle „Rückschaukorrektur“. Man bastelt sich die Vergangenheit so, dass man sich mit dem, was man heute und morgen tut, gut fühlt. In diese Denkfalle tappt vermutlich nicht nur der Prinz, sondern ihr gehen heute immer mehr Menschen auf den Leim - nicht nur Möchtegerns.

In diesem Buch zeige ich 11 weitere Denkfallen, denen ich im Rahmen meiner Beratung / meiner Arbeit als Hofnarr immer wieder begegne.